Neuerscheinung Forschungstagebuch

Heinrich Snethlage:
Die Guaporé-Expedition (1933-1935)
Ein Forschungstagebuch

Aus dem Nachlass herausgegeben von Rotger M. Snethlage, Alhard-Mauritz Snethlage und Gleice Mere.

Dr. Emil Heinrich Snethlage hat während seiner ethnologischen Expedition 1933/1934 in das Guaporégebiet zwölf einheimische Stämme besucht, ihre Kulturen und Sprachen dokumentiert, ihre Kontakte mit anderen Stämmen beschrieben und Objekte ihrer materiellen Kultur gesammelt. Das bislang nicht veröffentlichte Forschungstagebuch spielt eine essentielle Rolle als Sammelstelle all dieser Informationen. Ethnohistorisch und sprachwissenschaftlich ist das Guaporé-Gebiet eines der interessantesten Gebiete Südamerikas. Die Verschiedenheit der einheimischen Sprachen ist unübertroffen. Die Aufzeichnungen bilden die einzige Quelle für die erste Kontaktperiode der Urbevölkerung mit den Zivilisierten und sind daher ein entscheidender Beitrag zu den heutigen Versuchen der Guaporévölker, ihre ursprüngliche Kultur zu revitalisieren.

http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-22468-4.html
Inhaltsverzeichnis | Werbeblatt
ISBN: 978-3-412-22468-4, Böhlau-Verlag, 160,- EUR [D]

Musikinstrumente der Indianer des Guaporégebietes

Vollständiges Heft: Musikinstrumente-Snethlage.pdf (3,70 MB)

Aus der ersten Seite:
„In den Jahren I933 und I934 unternahm ich im Auftrage des Generaldirektors der Staatlichen Museen Berlins und mit Mitteln der Arthur Baessler-Stiftung eine Reise in das Gebiet des unteren Guapore. Bisher habe ich darüber nur in einem volkstümlichen Buche „Atiko y“, Berlin I937 und in kleineren Übersichten (Führer durch die Ausstellung I935, Beiheft zum Film: Indianerkulturen aus dem Grenzgebiet Bolivien-Brasilien, Nachrichten über die Pauserna-Guarayu, die Siriono des Rio Baures und die S. Simonianes in der Nähe der Sierra S. Simon) kurz berichtet. Zwei größere Arbeiten sind noch in Vorbereitung: „Die Huanyam-Stämme“ und „Die Indianer des Rio S. Simao und des oberen Mequens“. Um einerseits diese Monographien zu entlasten, andererseits eine Verbindung mit der Bearbeitung der aufgenommenen Phonogramme durch Herrn Dr. Marius Schneider zu gewährleisten, werden sämtliche. gesammelten und beobachteten Musikinstrumente des Gebietes hier in systematischer Reihenfolge beschrieben.“

Life, expeditions, collections and unpublished field notes of Dr. Emil Heinrich Snethlage – english

Let me first crave your indulgence for not having particular ethnological knowledge, as I have been trained principally in the Law. Maybe I’m telling you something which is obvious to you. My English is just school English I’m afraid and I’m very grateful to my wife for translating the German text and my cousin Andrew Galitzine for proof reading the final draft.I will shortly outline my father’s life, I shall introduce his two expeditions, then I will give you a short view on those Indio-tribes that he visited during his last journey in 1933 to 35 and at last I’ll say where his collections are left and which vocabularies are still in my possession. “Life, expeditions, collections and unpublished field notes of Dr. Emil Heinrich Snethlage – english” weiterlesen

Life, expeditions, collections and unpublished field notes of Dr. Emil-Heinrich Snethlage – deutsch

Ich bitte um Nachsicht, daß ich als Jurist keine spezifischen ethnologischen Kenntnisse habe. Vielleicht erzähle ich Ihnen Dinge, die ihnen selbstverständlich erscheinen. Auch bitte ich mir mein Englisch nachzusehen. Ich lernte es nur in der Schule. Ich werde kurz das Leben meines Vaters skizzieren, dann seine beiden Forschungsreisen vorstellen, dann die von ihm 1933/35 besuchten Indianerstämme vorstellen, berichten, was ich über den Verbleib seiner Sammlungen weiß, und kurz auf das eingehen was noch in seinem Nachlaß in meinem Besitz vorhanden ist.

“Life, expeditions, collections and unpublished field notes of Dr. Emil-Heinrich Snethlage – deutsch” weiterlesen